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29.12.2018

Letzte Worte

Geburt und Sterben, empfangen und loslassen gehören mit zum Leben. Beides liegt provozierend dicht beieinander. Bei Jesus Christus waren es mal nur knappe 30 Jahre. Schon oft habe ich es gehört: „Gerne hätte ich mich noch verabschiedet. Noch ihm was mit auf dem Weg gegeben. Etwas in Worte gefasst, was ich ein Leben lang nicht geschafft habe.“ Letzte Worte sind wichtig. Was werden ihre letzten Worte zum Jahr 2018 sein? Lohnt es sich, diese festzuhalten?
Bei Jesus Christus war es in der Tat so. Völlig überraschend, eben ganz anders wie bei uns im Leben, sind seine Worte. Sie schlagen nicht ein. Das taten nur die Nägel, die ihn am Kreuz festhielten. Dort am Kreuz, einem Ort der höchsten Schmerzen und des größten Unrechts, tröpfeln seine Worte nicht hassgetränkt herunter, sondern blühen wie hoffnungsvolle Strahlen auf. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“ Meint: Verzichte auf jede Form der Rache und des Hasses. „Vater, in deine Hände übergebe ich dir meinen Geist.“ Meint: Freiwillig lasse ich los, weil ich dir Gott vertraue, dass du alles gut machst. Und zuletzt: „Es ist vollbracht!“ Meint: Ich habe mein Lebensziel erreicht. Ich bin kein Versager, sondern der Sieger!
Alles das sind Worte zum Abschied, die aber jedes Mal für uns etwas Neues ermöglichen. So ist unser Gott. Das möchte ich von ihm lernen, wenn ich hiermit ihnen diese meine letzten Worte in der Rubrik „Auf ein Wort“ mit auf dem Weg gebe. Denn Loslassen ermöglicht immer wieder einen neuen, überraschenden Weg.
Ein gesegnetes Jahr 2019 wünscht Ihnen,
Pastor Jörg Lüling
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

21.12.2018

Freuet euch!

Weihnachtszeit ist Reisezeit. Großeltern sind auf dem Weg zu ihren Kindern und Enkeln, oder umgekehrt besucht die jüngere Generation die ältere. Weihnachten bewegt unzählige Großmütter und Großväter, Onkel, Tanten, Kinder, Enkel. Das Zusammentreffen ganzer Familien geht dabei nicht immer spannungs- und konfliktfrei zu. Manchem Besuch sieht man skeptisch, vielleicht sogar sorgenvoll entgegen: Hoffentlich gibt es dieses Jahr keinen Streit. Junge Menschen kann die Familie manchmal ganz schön nerven und ein Weihnachten zu zweit mit Freund oder Freundin erscheint als verlockende Alternative. Im Alter hingegen ist man meist froh und dankbar, wenn man nicht allein ist. – Mit welchem Besuch dürfen Sie in den nächsten Tagen rechnen? Wohin sind Sie unterwegs? Inmitten unruhiger Vorbereitungen oder aber der Sorge, dieses Jahr allein feiern zu müssen, wird uns allen ein zuverlässiger Gast angesagt: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,1.5b) Der Wochenspruch aus dem Philipperbrief richtet unseren Blick auf den, der in jedem Fall zu uns unterwegs ist: Christus kommt dorthin, wo Kinderaugen strahlen, fröhlich gesungen und gelacht wird, aber er setzt sich auch zu den Einsamen an den Tisch und sieht die Tränen der Traurigen. Mit seinem Kommen dürfen wir rechnen, darum: „Freuet euch! Der Herr ist nahe!“
Pfarrer Sven Behnke
Evangelische Lukasgemeinde

14.12.2018

Advent

Advent heißt Warten
Nein, die Wahrheit ist
Dass der Advent nur laut und schrill ist
ich glaube nicht
Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
Das ich den Weg nach innen finde
Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
Es ist doch so
Dass die Zeit rast
Ich weigere mich zu glauben
Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint
Dass ich mit anderen Augen sehen kann
Es ist doch ganz klar
Dass Gott fehlt
Ich kann unmöglich glauben
Nichts wird sich verändern
Es wäre gelogen, würde ich sagen:
Gott kommt auf die Erde!

oder doch:

Gott kommt auf die Erde!
Es wäre gelogen, würde ich sagen:
Nichts wird sich verändern
Ich kann unmöglich glauben
Dass Gott fehlt
Es ist doch ganz klar
Dass ich mit anderen Augen sehen kann
Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint
Ich weigere mich zu glauben
Dass die Zeit rast
Es ist doch so
Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
Das ich den Weg nach innen finde
Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
ich glaube nicht
Dass der Advent nur laut und schrill ist
Nein, die Wahrheit ist
Advent heißt Warten

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